SC Schachelschweine – Bille SC

In der 6. Runde der Stadtliga B ging es nach Barmbek gegen die Schachelschweine, die als Neunter bis dahin erst einen Mannschaftskampf gewonnen hatten. Trotzdem war natürlich klar, dass der

Ausgang völlig offen war, denn die Schachelschweine haben eine sehr gute Mannschaft. Die Stadtliga-B ist dieses Jahr einfach sehr ausgeglichen, was in unserem Fall auch aus den vier Wettkämpfen mit dem Ergebnis 4,5-3,5 hervorgeht.

Die Schachelschweine mussten u.a. auf ihr Spitzenbrett Klaus-Günther Besenthal verzichten. Wir mussten mit Andreas Bertram, Marek Glodowski und Martin Müller-Glewe gleich drei Spieler aus den ersten acht ersetzen, dafür hatten wir allerdings mit Siegfried Wölk und Christian Röhr an Brett 7 und 8 starken Ersatz; beide gewannen im übrigen dann auch nach sehr guter Leistung ihre Partien und brachten uns mit 2-0 in Führung. Siegfried nach einem zielstrebig vorgetragenen Königsangriff und Christian, der durch genaues Spiel den Angriff seines Gegners abwehrte und dann seinen Vorteil sicher zum Gewinn umsetzte.

Einige Zeit später musste Franz aufgeben und es stand nur noch 2-1. Die Stellungen an Brett 1 und 2 waren bis dahin noch unklar. Martin Kopisch stand besser, ich selbst schlechter, Uli Peschke hatte nach meiner Einschätzung etwas Vorteil, es sah also bis dato nicht so schlecht aus, mindestens ein Mannschaftspunkt sollte heute drin sein. Martin gewann dann mit nur noch zwei Minuten auf der Uhr seine Partie, er verwertete einen kleinen Vorteil in einem Schwerfigurenendspiel und konnte in ein gewonnenes Bauernendspiel abwickeln – er steht jetzt bei 4,5/6 und ist in Topform. Kurz danach gewann Rainer seine Partie gegen André Schulz und erhöhte auf 4-2. Uli Peschke bot daraufhin remis an und sicherte uns damit den Mannschaftssieg. Im weiteren Verlauf konnte Olaf seine Stellung leider nicht halten und verlor.

Meine Partie lief noch und sollte fast volle 5 Stunden dauern, mein Gegner Thomas Stark, hatte am Ende noch 30 Sekunden auf der Uhr, bei mir waren es 3 Minuten, bei gespielten 111 Zügen, er spielte die letzten Züge jedoch sehr gut und gewann nach dem Partieverlauf auch verdient. Nachdem ich schlecht aus der Eröffnung kam und schon bald eine Qualität verlor, ergab sich ein Endspiel mit TT-TL und je 4 Bauern. Nach weiteren, inzwischen 103. Zügen, ergab sich die folgende Remis-Stellung mit Schwarz am Zug:

Hier zog ich jedoch 103. … h2?.

Nach 104. Kg2 f3+ 105. Kxh2 g3+ 106. Kg1 Kg4 107. Tf8 f2+ 108.Kg2 Kh4 109. Tf3 war die Partie verloren.

Remis macht dagegen 103. … g3+! 104. Kf3 h2 (Jetzt geht das Schlagen auf f4 nicht wegen Kh3 -+) 105. Kg2 Kg4 106. Tf6 f3+ 107. Kh1 f2 108.Kg2 Kh4 Weiß kommt jetzt nicht weiter, da immer die Umwandlung der Bauern verhindert werden muss, die Stellung ist remis.

Nach 6 von 9 Runden liegen wir auf Platz 3, müssen als nächstes aber gegen den Tabellenführer und vermeintlichen Landesliga-Aufsteiger, Großhansdorf, antreten, danach folgen dann noch die beiden HSK-Mannschaften. Hier noch die Ergebnisübersicht und die Tabelle:

Schachelschweine   3½-4½  Bille SC
  2  Buntin,F.     1 : 0  Dörge,O.       1 
  3  Schulz,A.     0 : 1  Jess,R.        3 
  4  Stejskal,H.   0 : 1  Kopisch,M.     4 
  5  Stark,T.      1 : 0  Binding,A.     5 
  7  Colpe,L.      1 : 0  Indinger,F.    7 
  8  Kadler,R.     ½ : ½  Peschke,U.     9 
 12  Gralla,R.     0 : 1  Woelk,S.      11 
 21  Schrader,M.   0 : 1  Röhr,C.       15
Tabelle:
 1. Großhansdorf         6 31½  12
 2. Hamburger SK VIII    6 25½   8
 3. Bille                6 24    8
 4. Hamburger SK VII     6 24    7
 5. Schachfreunde II     6 27½   6
 6. Concordia            6 25    6
 6. Barmbek              6 25    6
 8. St. Pauli III        6 22½   5
 9. Schachelschweine     6 18½   2
10. Volksdorf            6 16½   0

Andreas

 

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