Bille Schach Club von 1924 e.V. Bergedorf - Reinbek - Wentorf - News / Turniere / Vereinsmeisterschaft / Gruppe 2 und 3 beenden Runde 5

http://www.billesc.de/news,1,568.htm


Sie befinden sich hier:  Startseite / News / Turniere / Vereinsmeisterschaft
Gruppe 2 und 3 beenden Runde 5
Gruppe 2 und 3 beenden Runde 5 Aus Zeitgründen erstmal nur die Tabellenstände der Gruppe 2 und 3. Gruppe 1 spielt ihre fünfte und letzte Runde am kommenden Dienstag, den 22.11.2011.

Bericht: Siehe unten.

Und so schaut's nach fünf Runden aus:

Gruppe2

  1 2 3 4 5      
1 Peschke,Ulrich 1706 - ½/5 - 1/6 + 1/7 - 1/8 + 1/4 4.5 / 5    
2 Glodowski,Marek 1732 + 1/7 - 1/8 + 1/4 - 0/3 + 1/6 4.0 / 5    
3 Mueller-Glewe,Martin 1781 + 1/8 - 0/4 + 1/6 + 1/2 - ½/5 3.5 / 5    
4 Biermann,Helge 1747 + 1/6 + 1/3 - 0/2 + 1/5 - 0/1 3.0 / 5 16.00  
5 Simon,Alexander 1708 + ½/1 - 1/7 + 1/8 - 0/4 + ½/3 3.0 / 5 12.00  
6 Mentz,Thomas 1647 - 0/4 + 0/1 - 0/3 + 1/7 - 0/2 1.0 / 5 16.00  
7 Buchsteiner,Albrecht 1653 - 0/2 + 0/5 - 0/1 - 0/6 + 1/8 1.0 / 5 12.50  
8 Heinemann,Ulrich 1650 - 0/3 + 0/2 - 0/5 + 0/1 - 0/7 0.0 / 5    

Gruppe3

  1 2 3 4 5      
1 Milz,Waldemar 1522 + 1/2 - 1/7 + 1/8 + 1/6 - ½/3 4.5 / 5    
2 Grabowski,Helmut   - 0/1 + 1/6 - 0/3 + 1/5 - 1/4 3.0 / 5 15.00 59.00
3 Schroeder,Heiko 1605 + 1/5 - 0/4 + 1/2 - ½/7 + ½/1 3.0 / 5 15.00 58.50
4 Hansen,Reimer 1274 - 1/6 + 1/3 - 0/5 - 1/8 + 0/2 3.0 / 5 10.50  
5 Steiger,Anatoli 1670 - 0/3 - 1/8 + 1/4 - 0/2 + ½/7 2.5 / 5    
6 Hannemann,Joern 1288 + 0/4 - 0/2 + 1/7 - 0/1 + 1/8 2.0 / 5 12.50  
7 Amler,Pierre 1586 + 1/8 + 0/1 - 0/6 + ½/3 - ½/5 2.0 / 5 12.00  
8 Klett,Andreas   - 0/7 + 0/5 - 0/1 + 0/4 - 0/6 0.0 / 5    

Update: Ich habe den Fehler in der Turniersoftware Sevilla gefunden und behoben. Es war nur ein Häkchen an der falschen Stelle gesetzt, von dem ich nicht weiß, wie es hingekommen ist. Vermutlich habe ich es aus Versehen gesetzt. Nun funktioniert wieder alles.

Update, die zweite: Auch in der ersten Gruppe wurde die vierte Runde nun abgeschlossen. Die letzte Begegnung war nicht uninteressant, hatte Philipp ja einen sehr schlechten Start ins Turnier und nun mit Weiß alles in seiner Hand, endlich Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Bis ins Mittelspiel verlief die Partie ausgeglichen, aber dann verlor Philipp langsam den Faden und der Vorteil von Schwarz wuchs und wuchs. Selbst als die weiße Stellung um Zug 20 herum noch gut aussah, war der Vorteil bei Olaf und mit 25.Dxf4 stellte Philipp sogar eine Figur ein. Dank des starken schwarzen Bauern auf f3 war die Partie gelaufen und der Rest reine Formsache für Olaf.

Gruppe 2

Hier ist es sehr spannend und die Partien sind alle stark umkämpft. Meine Wenigkeit saß Thomas viertmalig gegenüber und rechnete mit starker Gegenwehr, hatte unsere letzte Begegnung beim Dähne-Pokal 2011 einen Sieg nach schwachem Eröffnungsspiel von Thomas für mich eingebracht. Ich ging davon aus, dass Thomas sich technisch besser vorbereitet hat, stattdessen überraschte er mich mit 1.e4 b6. Das hatte ich noch nie gesehen und verbrauchte bereits einige Zeit für die allerersten Züge. Mein Aufbau war eher passiv, aber ich musste mit keinem Überfall rechnen. Mit 7.c4 ließ ich bereits eine erste Chance verstreichen, bot 7.e5 bereits einen Figurengewinn für Weiß.  Der Textzug brachte gleich einige Komplikationen und in jedem Fall reichlich Ungleichgewichte in die Stellung, so dass der Kampf nun eröffnet war. Thomas musste danach leider viel Zeit mit der Umgruppierung und Entwicklung seiner Figuren vergeuden, was mir einen entscheidenden Vorteil verschaffte. Seine Ungeduld verleitete ihn zu weiteren Fehlern, sodass ich um Zug 15 herum eine technische Gewinnstellung hatte. In der Folge war es ein Spiel auf ein Tor und das, obwohl mein 23.e8=D (+2,20) um zehn (!) Bauerneinheiten schwächer war, als der Computervorschlag 23.d8=D. Ja, richtig, ich hatte zwei verbundene Freibauern auf d7 und e7.

Wojciechs "nach fonju" war die Devise von Alexander. Innerhalb von sechs Zügen waren die Bauern c bis f auf die vierte Reihe und darüber hinaus gespielt worden. Trotz des schnellen Vormarsches aber konnte er sein Zentrum verteidigen. Danach verflachte das Spiel aber sehr schnell durch zahlreiche Abtäusche. Um Zug 34 herum hatte Weiß einigen Vorteil in Form seiner Figurenaktivität (Springer im Zentrum) und eines Mehrbauern. Stellenweise war sein Vorteil bis auf vier Bauerneinheiten angewachsen und es schien, als wäre es nur eine Frage der Zeit, aber Alexander spielte ungenau und verspielte wieder allen Vorteil. Trotz Bauernmehrheit endete die Partie remis. Ulrich P. hatte sich gegen Helge ebenfalls einiges vorgenommen und griff früh am Königsflügel an. Der Angriff blieb jedoch ohne durchschlagende Wirkung und Helge federte alle weißen Bemühungen ab. In einer absolut remisen Stellung ließ Helge dann eine Springergabel zu und stellte damit die Qualität ein. Im Endspiel ein meist partieentscheidender Faktor.

Blieb nun noch das Kellerduell Albrecht vs. Ulrich H. Beide mit 0 aus 4 gestartet, wollten mit Sicherheit nun die rote Laterne an den Gegner abgeben. Doch wem würde es gelingen? Die Eröffnung verlief unspektakulär, doch dann verlor Albrecht die Übersicht. Plötzlich stürmte Ulrich den Königsflügel und gewann deutlichen Vorteil. Es konnte eigentlich nur Schwarz gewinnen. Selbst ein Generalabtausch konnte den schwarzen Vorteil nur mindern, aber nicht egalisieren. Doch mit der Zeit ging auch der Rest des Vorteils verloren und trotz Bauernminus stand Weiß auf Ausgleich. Nach einem Einsteller im 50. Zug kam Weiß auf die Siegerstraße und verließ sie bis zum Ende nicht mehr.

Gruppe 3:

Hier fiel bereits die Vorentscheidung. Im Spitzenspiel Heiko gegen Waldemar, nach vielen Ungenauigkeiten in der Eröffnung und dem frühen Mittelspiel, konnte Waldemar einen kleinen Vorteil für sich verbuchen. Doch langsam glich Heiko aus und kam seinerseits in Vorteil. Doch oft wichtiger als der eigene Vorteil ist das Bewusstsein für eben jenen, damit man sein weiteres Vorgehen konkret planen und den Vorteil umsetzten kann. Ersteres gelang Heiko ganz gut, auch wenn der Vorteil zwischenzeitlich wieder verloren ging. Aber mit 31.Lc6 wußte er wieder, wie er Schwarz ans Leder kann und spielte konsequent auf Gewinn. Doch in der entscheidenden Partiephase ließ er sich vom Waldemar'schen Springer verwirren und verließ den Siegerpfad. Lange Zeit mit +3.00 spielend, musste er am Ende den Punkt teilen. Damit ist Waldemar nun fast uneinholbar mit 1½ Punkten vorn.

Wie so oft wählte Pierre den Franzmann gegen 1.e4 und fuhr damit ganz gut. Anatoli entschied sich für den Abtausch, was bekanntermaßen Schwarz zum einfachen Spiel verhilft. Das Mittelspiel verlief ruhig und Pierre war wohl schon gedanklich beim Remis, als Anatoli mit 23.f3 übel patzte. Sofort hätte Schwarz auf g3 zuschnappen müssen (Houdini bewertet den Zug mit -6.00), doch Pierre tasuchte lieber die Springer und einigte sich zwei Züge später in ausgeglichener Stellung auf Remis.

Bei Reimer - Helmut war Letzterer noch spendabler als Anatoli. Eine ganze Figur steckte er ins Geschäft, mit nur mäßiger Kompensation. Gut, die weiße Königsstellung war offen, aber der Angriff zu langsam und Reimer hatte Zeit, sich allem entgegenzustellen. Der weiße Vorteil wuchs und schrumpfte, wuchs und schrumpfte, bis Helmut schließlich ausgeglichen hatte. Und plötzlich war Schwarz am Drücker, denn er bekam seinen Angriff und pressierte mit allen seinen Figuren gegen den weißen König. Die Stellung war schon schlecht, als Reimer im 43. Zug seine Mehrfigur einstellte.

Morgen (22.11.11) bereits wird in der ersten Gruppe der Vereinsmeister ausgetragen. Wer macht den ersten, Olaf, Martin K. oder Hans-Jörg???

Gruß, Marek



DruckenDrucken | 16-11-2011, 23:56:00 | Schachix

Kommentar schreiben
Sie besitzen nicht die Berechtigung, Kommentare abzugeben.