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Ergebnisse + Bericht Runde 6
Ergebnisse + Bericht Runde 6 ... dachten sich die meisten unter uns. Denn mit der sechsten Runde produzierten wir die remisträchtigste des bisherigen Turniers. Sechs Paarungen sahen die Punkteteilung. Ich wage an dieser Stelle die Prophezeihung, dass nichtmal die siebte Runde da herankommen wird.

Und ich hoffe, ich behalte recht, und wir erleben auch in der letzten Runde spannende und umkämpfte Partien. 

Den Anfang machte in Runde sechs das Spitzenbrett. Tu mir nichts, dann tue ich dir auch nichts, schien das Motto bei Olaf gegen Martin K. zu sein. Bereits nach 15 Zügen einigte man sich friedlich, nachdem Olaf einen Generalabtausch anbot. Hans Jörg gegen Martin M.-G. sah noch schneller das Ende. Bereits nach zehn Zügen war die Partie vorbei. Auch am dritten Brett wurde der Punkt geteilt, allerdings erst nach 46 Zügen. Norbert verteidigte sich gegen Philipps 1. e4 mit Caro-Kann. Weiß kam gut durch die Eröffnung und die Partie verließ lange Zeit die Remisbreite nicht. Beide Seiten besetzten die offene e-Linie mit ihren Türmen und ein Vorwärtskommen war nicht einfach. Dann patzte Norbert mit 30.. Lf5. Weiß kann sofort rausnehmen und kommt wegen 31.. gxf5 in Vorteil. Sw kann nicht mit der Dame zurücknehmen, denn dann kommt 32. Td5 mit Damengewinn. Die Partievortsetzung brachte Philipp aber ebenfalls respektablen Vorteil mit über 2 Bauerneinheiten. Leider gab er ihn Stück für Stück ab und forcierte am Ende das Remis durch Zugwiederholung. Stolz wie ein Gockel lief Christopher nach seinem Remis gegen Andreas. Durfte er auch, denn er ließ seinem Gegner durch eine sehr gute Vorbereitung wenig Möglichkeiten. Die gesamte Partie spielte er aus dem Gedächtnis. Nach Andreas' 9. Sxc6 folgte Lxh2+ mit wenig Optionen für Weiß. Ich bin überfragt, ob Andreas danach noch um Vorteil kämpfen konnte. Trotz Mehrfigur müsste er zunächst jedenfalls starken Angriff über sich ergehen lassen. Da war ihm wohl der Spatz in der Hand lieber. Remis nach zwölf Zügen. Erst am heutigen Freitag holte ich meine Partie gegen Ulrich P. nach, der am Dienstag aus Krankheitsgründen nocht kommen konnte. Gegen 1. e4 verteidigte ich mich erneut mit meinem Skandinavier und baute erneut in der Eröffnung Mist. Näheres steht in der Partie, die seit heute mit der aktualisierten Datenbank zum Download bereit steht. Ulrich gewann dadurch einen Bauern und kam in Vorteil, forcierte dann aber unnötig den Damentausch und gab nicht nur den Vorteil auf, sondern auch gleich den Bauern zurück. Dennoch behielt er die bessere Stellung und konnte auch die einzige offene Linie mit seinem Turm besetzen. Stück für Stück kam er erneut in Vorteil und hätte auch einen Bauern gewinnen können, entschied sich jedoch aus Angst vor Gegenspiel dagegen. Houdini sagt, er hätte ihn nehmen sollen, denn mein Gegenspiel wäre nicht stark genug. So aber konnte ich meinen König zentralisieren und in immer noch leicht schlechterer Stellung erfolgreich ein Remis anbieten.

Den ersten Sieg sahen wir erst am sechsten Brett. Thomas traf auf den etwas unkonzentrierten Ulrich H., der bereits im elften Zug eine Figur einstellte. Danach musste Thomas nur seine Stellung verwalten und die Geschehnisse abwarten. Ulrich versuchte dennoch anzugreifen und schickte am Damenflügel seine Bauern nach vorn. Dabei scheute er auch vor einem Qualitätsopfer nicht zurück. Gebracht hat es leider nichts und spätestens nach dem Damentausch war der Drops gelutscht. Am Ende lief er auch noch in einen Mattangriff. Das letzte Remis spielten Waldemar und Alexander. Nach Waldemars Standardzug 1. c4 verlief die Eröffnungsphase gewohnt ruhig. Auch Alexander spielt eher ruhig-positionell. Der erste Figurentausch erfolgte erst im 20ten Zug. Ab diesem Zeitpunkt tauschte Waldemar langsam die Figuren immer weiter ab, sodass die Partie direkt in ein Endspiel über ging. Schwarz versuchte Einiges und lavierte herum, konnte aber nicht in die weiße Stellung einbrechen. Mit 55.. Se1 patzte dann Alexander und Weiß kam in ein Zwei-Bauerneinheiten-Vorteil (ein schönes Wort :-)) ). Als Alexander auch noch seinen Bauern d4 stehen ließ, sollte Waldemar eigentlich gewinnen können, aber erstens nahm er diesen nicht, und zweitens zog er Sf5-c6+. Ja, richtig gelesen! Danach konnte ich die Partie natürlich nicht weiter eingeben, aber laut Aussage von Alexander wiederholte man noch einige Male Springer und Königszüge und einigte sich auf Remis. Eine vertane Chance für Waldemar. Die Partie Helge vs. Anatoli musste ich leider für Schwarz nullen. Anatoli sagte schon am regulären Spieltag ab und dann auch noch am Nachholspieltag (leider nicht bei Helge sondern bei Ulrich H.), sodass mir da wenig Möglichkeiten blieben. Um zu vermeiden, dass er oder sein Gegner der siebten Runde eventuell nicht am Spieltag spielen können und nachgeholt werden muss, würden für ihn zwei Partien mit nur noch einem verfügbarem Nachholspieltag zu spielen sein. Keine schöne Entscheidung aber leider notwendig.

Die Begegnung Albrecht - Reimer sah erneut eine Kurzpartie. Nach nur 14 Zügen streckte Reimer die Waffen, nachdem er eine Bauerngabel übersah und einen Gaul hergeben musste. Aber so kommt es halt manchmal, wenn man zu früh mit der Dame ins Spiel eingreift. In der letzten Begegnung trafen zwei aufeinander, die bislang beide kein gutes Turnier gespielt haben, Pierre (½ / 5) gegen Heiko (1 / 5). Wie gewohnt eröffnete Pierre mit 1. d4 und war nach Heikos Wahl des Königsinders schnell in bekannten Gewässern. Die Partie hat weniger Pierre gewonnen als vielmehr Heiko verloren, denn leider verlor er sehr schnell den Faden und spielte sehr fragwürdige Züge. Pierre kam beinahe automatisch in Vorteil und konnte ihn stetig ausbauen. Nachdem Heiko seinen riesen Springer auf e5 abtauschte und die g-Linie öffnete, spielte er Pierre in die Hände. Dieser brauchte nur noch die hingeworfenen Früchte aufzusammeln. Ein schöner Sieg für Pierre. Ich hoffe Heiko ist nach seiner super Saison 2010 nicht allzu frustriert, dass es diesmal nicht so gut läuft. Eine Durststrecke hat jeder mal.

Hier noch die Ergebnisse für die Kurzangebundenen:

Bille SC Vereinsmeisterschaft,   Runde 6
Nr. Weiß                      DWZ Ergebnis Schwarz               DWZ
1 O. Dörge 1880

½ - ½

M. Kopisch 2106
2 H.-J. Jantzen 2100

½-½

M. Müller-Glewe 1722
3 P. Prasse 1796

½-½

N. Kraft 1952
4 A. Bigot 2152

½-½

Ch. Deutschbein 1686
5 U. Peschke 1703

½-½

M. Glodowski 1742
6 Th. Mentz 1619

1 - 0

U. Heinemann 1715
7 W. Milz 1524

½-½

A. Simon 1770
8 H. Biermann 1718

+  -

A. Steiger
9 A. Buchsteiner 1665

1 - 0

R. Hansen 1357
10 P. Amler 1554

1 - 0

H. Schröder 1687

Nicht vergessen, schon am Dienstag (07.12.10) geht es weiter im Programm. Die Auslosung ist bereits fertig und hier nachzuschauen.

Gruß, Marek



DruckenDrucken | 03-12-2010, 20:29:00 | Schachix

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