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Barmbeker SK III - Bille SC II 4½ : 3½
Barmbeker SK III - Bille SC II 4½ : 3½ Nun ist es amtlich: Nach einer insgesamt schlechten Mannschaftsleistung müssen wir den Abstieg in die Kreisliga auf uns nehmen. Dabei hätte ein Unentschieden gegen Barmbek ausgereicht, um die Klasse zu halten, da Caissa gegen Billstedt-Horn mit 3 : 5 verloren hat.

Aber insgesamt ist es wohl nur gerecht, dass es uns getroffen hat. Es war ja schliesslich keine Würfelentscheidung, sondern die Summe unserer Bemühungen. Und so sahen sie aus:

Spieler DWZ Punkte Partien Gegner-Schnitt  Ausbeute in %
Kraft, Norbert

1963

3,5

6

1886

58,333

Lewitz, Bjoern 

1803

3

8

1875

37,5

Golasch, Hubert 

1800

3,5

6

1806

58,333

Heinemann, Ulrich

1698

4

9

1807

44,444

Simon, Alexander

1750

6

9

1719

66,666

Glodowski, Marek

1794

4,5

9

1655

50

von der Lieth, Ingo 

1642

1,5

5

1593

30

Sieme, Martin

1630

4,5

8

1653

56,25

Amler, Pierre

1602

0,5

5

1682

10

Milz, Waldemar

1574

2

6

1455

33,333

Es fällt auf, dass gerade an den hinteren Brettern, namentlich ab mir (Marek), sehr schlecht gepunktet wurde, im Verhältnis zur eigenen DWZ und dem Gegnerschnitt. Einzig Martin sticht hier positiv heraus, was ihn vielleicht ein wenig über seine Niederlage aus der achten Runde hinweg trösten mag. Norbert hätte vielleicht noch einen halben bis ganzen Punkt mehr bekommen können, aber insgesamt haben sich unsere vorderen Bretter sehr tapfer geschlagen.

Und so verlief der gestrige letzte Spieltag:

Pierre musste sich mit einem Aufrücker auseinandersetzen, der drei Klassen über ihm rangierte. In der Englischen Eröffnung wurden die Bauern fleißig ineinander verkeilt, sodass eine sehr geschlossene Stellung entstanden ist, in der es für beide Seiten schwierig war voranzukommen. Als dann am Damenflügel die Stellung ein Loch bekamm, nutzten dies beide Seiten, um die Stellung des Gegners zu infiltrieren. Sowohl Pierres Turm schaffte es auf die zweite Reihe, als auch der Turm Herrn Tschirners auf die siebte. Leider schaffte es Pierre aber nicht, seinen Turm zu unterstützen, sodass er allein nicht viel im Gegenlager ausrichten konnte. Herr Tschirner kam mit der Unterstützung des Springers, der entscheidend ins Spiel eingriff, indem er Pierre einen Turm abknöpfte.

Zwischenstand: Barmbeker SK III  1 : 0  Bille SC II

An Brett eins wurde Björn mit Pirc-Ufimzew konfrontiert und es kam zum schnellen Figurentausch. Das Mittelspiel sah ein fast reines Schwerfigurenspiel, da das letzte Läuferpaar ebenfalls recht schnell vom Brett verschwand. Nachdem dann auch die Damen getauscht wurden, bekam Schwarz die Oberhand in der Partie. Er konnte einen Bauern gewinnen und einen gefährlichen Freibauern auf d3 installieren. Nach dem Einfall beider schwarzer Türme auf die dritte und vierte Reihe gab Björn auf.

Zwischenstand: Barmbeker SK III  2 : 0  Bille SC II

Das war also kein schöner Start für uns. Was folgte war zunächst eine kleine Remisflut, von drei Punkteteilungen hintereinander. Die erste an Brett vier zwischen Alexander und Herrn Hagen. Alexander hatte die gesamte Partie über die etwas schlechtere Stellung, konnte sich aber gerade so halten. Immerhin hatte er mit e6 und a6 gleich zwei schwache Bauern, auf die er aufpassen musste. Das führte dazu, dass seine Figuren an diese gewissermaßen gebunden waren, insbesondere an den Bauern e6. Trotzdem gelang es ihm mit seiner Dame in die weiße Stellung einzudringen, wo er allerdings nichts ausrichten konnte. Wer das Remisangebot unterbreitet hat, ist mir entgangen, aber ich denke, dass es für Alexander gut war, den Punkt zu teilen.

Zwischenstand: Barmbeker SK III  2½ : ½  Bille SC II

An Brett sechs kam das Remisangebot von Herrn Kanonenberg und Ingo war gut beraten es anzunehmen. Er hatte einen Bauern weniger und stand auch schlechter. Nachdem er sich zunächst im Spanier gut aufgestellt und am Damenflügel befreit hat, konnte er den Druck gegen seinen Bauern d6 nicht abfedern. Speziell als er den seitlichen Turmangriff über die a-Linie übersehen hat, war dieser verloren gegangen. Ein schneller Abschluss seiner Entwicklung (Rochade) hätte ihm ganz gute Chancen gegeben.

Zwischenstand: Barmbeker SK III  3 : 1  Bille SC II

Den Partieverlauf von Martin habe ich nicht mitbekommen. Erst im Endspiel habe ich dann gesehen, dass Martin einen Läufer für zwei Bauern hatte, bei einer wohl leicht besseren Stellung. Ich hoffte, er könne die Partie gewinnen, aber nicht lang danach wurde der Punkt geteilt. Möglicherweise gab die Stellung nicht mehr her, denn Herr Nesemann schien mir recht kompakt zu stehen, ohne irgendwelche Schwächen.

Zwischenstand: Barmbeker SK III  3½ : 1½  Bille SC II

Anders sah es dann bei Hubert aus. In einem Sizilianer konnte er früh die Situation am Königsflügel klären, bei dem sich der weiße Bauernansturm in Luft auflöste. Hubert schaffte es eine Qualität zu gewinnen und diesen Vorteil verwertete er dann sehr konsequent. Zunächst vereinfachte er weiter die Stellung, bis er ein Endspiel Turm gegen Springer und Bauern erreichte. Dieses Gewann er dann sehr souverän, indem der Herrn Schmuck bis auf einen die restlichen Bauern abnahm, was diesen zu Aufgabe bewegte.

Zwischenstand: Barmbeker SK III  3½ : 2½  Bille SC II

Ulrich investierte viel Zeit in seine Partie, was Herrn Epstein nach eigener Aussage leicht irritierte. Trotzdem geriet Ulrich in eine etwas schlechtere Stellung im Mittelspiel, da seine Figuren sehr passiv im eigenen Lager eingepfercht waren. Das war aber nur eine Momentaufnahme von mir. Irgendwann wurde der Punkt dann geteilt.

Zwischenstand: Barmbeker SK III  4 : 3  Bille SC II

Damit war der Mannschaftskampf bereits entschieden und zwar zu unserem Nachteil, denn ich stand auf Verlust und konnte nur noch mit Glück ein Remis erreichen. Dabei begann das Spiel recht gut für mich. In einer Französischen Partie signalisierte mir Herr Koch, dass er eine Läufer-Dame-Batterie in der a8-h1-Diagonalen installieren will. Daraufhin wartete ich erstmal das weitere Geschehen ab, und zögerte meine Rochade hinaus. Schliesslich rochierte ich wie schwarz lang, was mir die etwas bessere Stellung bescherte. Aber irgendwie konnte ich aus meiner guten Stellung nichts heraus holen. Schlimmer noch, ich übersah einen taktischen Konter und stellte einen Bauern ein. Im Mittelspiel agierte mein Gegner insgesamt besser und konnte seinen Vorteil weiter ausbauen. Am Ende musste ich sogar meinen Springer geben, konnte dafür aber zwei verbundene Freibauern am Damenflügel in Gang bringen. Da Herr Koch zwei solche am Königsflügel hatte, zögerte er nicht lange, um seinen Springer gegen meine Bauern zu tauschen, was ihm eine gewonne Stellung einbrachte, mit Turm gegen Turm mit zwei verbundenen Freibauern.

Doch hier fing er das erste mal an ungenau zu spielen. Nachdem er zunächst meinen König in der d-Linie abschnitt, schaffte ich durch sein ungenaues Spiel schliesslich doch das andere Brettende zu erreichen und die Bauern zu stoppen. Dennoch, die Stellung war immer noch verloren, doch den Gewinnweg fand mein Gegner nicht. Als sich dann die Möglichkeit bot, in ein Turm gegen Dame-Endspiel einzulenken, bot ich diese Möglichkeit bereitwillig an, in der Hoffnung dieses Endspiel remishalten zu können. Herr Koch ging darauf ein, und nun hatte ich realistische, wenn auch schlechtere Chancen. Da er irgendwann müde der Versuche wurde, bot er einen Dame gegenTurm-Tausch an, was mir das Remis sicherte. Vermutlich war die Stellung kurz davor aber verloren für mich. Da hatte ich mal wieder Schwein gehabt.

Kleiner Nachtrag: Wie ich gerade mit Stockfish und Endspieldatenbanken heraus fand, ist mir im Mittelspiel ein schöner Gewinn durch die Lappen gegangen, und das Dame-Turm-Endspiel war in nahezu allen Varianten für mich verloren.

Endstand: Barmbeker SK III  4½ : 3½  Bille SC II

Tja, so viel dazu. Nächste Saison wird es einfacher, aber sicherlich nicht interessanter. Vielleicht mussten wir uns als Mannschaft auch einfach erst an einander gewöhnen. Immerhin spielten wir in dieser Konstellation die erste gemeinsame Saison.

Die Tabelle:

Bezirksliga D

Barmbeker SK III

Bille SC II
Bigalke, André 1  : 0 Lewitz, Bjoern
Schmuck, Martin 0  : 1 Golasch, Hubert
Epstein, Alf-Tomas ½  : ½ Heinemann, Ulrich
Hagen, Norbert ½  : ½ Simon, Alexander
Koch, Julian ½  : ½ Glodowski, Marek
Kanonenberg, Ludgerus ½  : ½ von der Lieth, Ingo
Nesemann, Tobias ½  : ½ Sieme, Martin
Tschirner, Guenter 1  : 0 Amler, Pierre
Endstand 4½  :

Gruß, Marek



DruckenDrucken | 16-06-2010, 13:26:00 | Schachix

Kommentare
kopf hoch!
hoffentlich schaffen wir es zumindest eine Mannschaft in der Bezirksliga zu halten, alles andere wäre echt ärgerlich...
16-06-2010, 19:18:21 | Philipp

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