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Bille SC II - SC Farmsen 3 : 5
Muss man leider so sehen: Farmsen mit achtem Erfolg in Folge, Bille II mit einer erneuten Niederlage, der fünften in dieser Saison. Dabei hat nicht viel gefehlt, und wir hätten 5 : 3 gewonnen, mindestens aber das 4 : 4 sollte drin sein. War aber am Ende nicht. Nach dem ich vom Dienstag auf Mittwoch erkrankt bin und seit Donnerstag auf Antibiotikern fahre, hier der verspätete Bericht des ereignisreichen Abends. Nach knapp 30 Minuten Spielzeit war Brett acht bereits im Endspiel. Schon weiß man, dass Waldemar hier am Werk war, der ja für sein schnelles Spiel bekannt ist. Da Farmsen etwas ersatzgeschwächt angetreten ist, hieß es für Waldemar gegen einen 400 DWZ-Punkte schwächeren anzutreten, was er sehr souverän gemeistert hat. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits eine Mehrfigur in Form von Läufer und Springer gegen Turm, die sein Gegner nach einem Schach Zwischenstand: Bille SC II 1 : 0 SC Farmsen Alexander spielt neuerdings öftermal Französisch mit Schwarz und so auch diesmal. Herr Schwenn wählte die Abtauschvariante, und beide Spieler zeigten lehrbuchmäßig, warum sie als eine sehr remislastige Variante gilt. Nicht, weil die Partie mit diesem Resultat geendet hat, sondern mit beiderseits konsequntem Spiel auf die Neutralisation des Gegners. Das führte zum schnellen Figurentausch und Übergang ins Endspiel im 16ten Zug, wo die Partie auch endete. Zwischenstand: Bille SC II 1½ : ½ SC Farmsen Hubert hat da nicht viel anders gemacht als Alexander. Obwohl Herr Bolz Sizilianisch als Verteidigung wählte, wurde auch hier der Abtausch zur Maxime der Auseinandersetzung. Man erreichte das Endspiel nach dem 21ten Zug von Schwarz. Einen Zug später einigte man sich im Doppelturmendspiel mit beinahe symmetrischer Bauernverteilung friedlich. Zwischenstand: Bille SC II 2 : 1 SC Farmsen Wer hätte das gedacht, die übermächtigen Gegner liegen nach drei gespielten Partien zurück. Aber Farmsen hatte nichts zu befürchten, denn zu diesem Zeitpunkt stand ich auf Verlust, Ulrich hatte ebenfalls eine Figur weniger und an Brett eins kam Herr Coser im Mitelspiel immer mehr ins Spiel. Ulrich durfte die weißen Steine führen und versuchte im Mittelspiel einen Freibauern in der d-Linie zu bilden, wenn ich den Partieverlauf richtig interpretiere. Herr Müller konterte mit einem Angriff am Königsflügel in dessen Folge Ulrichs Springer von Bauern eingekeilt wurde. Nach diesem Einsteller wurde es ein Spiel auf ein Tor und auch die konsequente Fortsetzung seines Plans half Ulrich wenig. Das Nehmen eines Bauern auf e4 im 35ten Zug entpuppte sich als der Fehler der Partie. Ulrich stellte eine zweite Figur ein. Doch diesmal gab er sie nicht einfach her, und verteidigte sie, obwohl das zum Matt Zwischenstand: Bille SC II 2 : 2 SC Farmsen Und schon hatte Farmsen den Ausgleich erreicht. Da in etwa zur gleichen Zeit alle Norbert signalisierten, dass ich auf Verlust stehe, beeinflusste dies seine Entscheindung, wie er seine Partie fortsetzen wollte. Er entschloss sich volle Kraft nach vorn zu spielen und eine riskante Fortsetzung zu wählen. Er stellte nämlich ebenfalls einen Läufer ein, doch entschied sich dafür, lieber einen Tausch Dame gegen Läufer und Turm daraus zu machen. Er konnte ja nicht ahnen, dass mein Gegner die gewonnene Partie noch einstellt. Nach bislang einer schwarzen Saison für mich (in doppelter Hinsicht: Trotz mäßiger Ergebnisse, fast durchgehend schlecht gespielt und viel gepatzt, und mit bisher fünf (5) mal Schwarz in sieben Partien), durfte ich erneut mit weiß ran, was mich sogleich ganz positiv auf die Partie stimmte. Es ging auch gut los, ich bekam leichten Entwicklungsvorteil im Skandinavier und konnte mit einem vorteilhaften Abtausch mit Tempo Raum am Königsflügel gewinnen. Und schon kam der Aussetzter, so typisch für die gesamte Saison. Ich opfere Lustig einen Läufer auf e6, in der Annahme die Figur plus zwei Bauern wiederzugewinnen, und stelle ihn glatt ein. Gut, die zwei Bauern habe ich dann noch bekommen, zumindest temporär, aber die Figur war weg. Doch nach anfänglich einigen guten Zügen fing Herr Böneke so ab dem 23ten Zug an etwas nachlässig zu spielen. Er fand nicht immer die stärksten Züge, was mir ein wenig Luft zum Atmen ließ. Dennoch, die Stellung war immer noch verloren, bis im 36ten Zug Schwarz die Figur plötzlich wiedergeben musste. Nun hatte ich trotz materiellen Gleichgewichts einen Stellungsvorteil, der mir auch einen Bauerngewinn erlaubte. Als dann noch der schwarze Läufer d5 räumte, konnte ich ein starkes Läuferschach geben, das mir die Qualität einbrachte. Danach hatte ich zwar wieder einen Bauern weniger, aber eine gewonnen Stellung. Was ich allerdings in letzter Zeit gelernt habe, ist, solch große Vorteile besser zu verwerten, so dass ich nun sehr zuversichtlich war, jetzt gewinnen zu können. Am ende half noch eine kleine Taktik den Sack zuzumachen. Zwischenstand: Bille SC II 3 : 2 SC Farmsen Mehr Glück als Verstand, wie es so schön heißt, aber leider war's bei Norbert anders. Nachdem er also mit Läufer und Turm gegen Dame das Spiel fortsetzte, wurde er im Mittelspiel gnadenlos überspielt. Mit seinem 34ten Zug stellte er dann die ohnehin schon schlechte Stellung einzügig ein. Stockfisch 1.7.1 JA springt von +- 2.26 auf +-10.34. In Angesicht eines Matt Zwischenstand: Bille SC II 3 : 3 SC Farmsen Und bereits zum zweiten Mal gleicht Farmsen den Rückstand aus. Doch jetzt wurde der bis hierhin spannend verlaufende Abend noch spannender. Unsere Zeitnotspezialisten waren beide noch am Werk, namentlich Björn und Martin. Nach dem Martin in der Eröffnung mit dem Königsspringergambit konfrontiert wurde, startete er etwas unbeholfen in die Partie. Doch nach dem ersten Geplänkel konnte er seine Stellung mit der langen Rochade vestärken. Herr Materne stand zwar besser, aber ihm fehlten nun die Angriffsideen, nachdem sein Ziel zum Damenflügel hin flüchtete. Diesen Umstand nutzte Martin aus und ging seinerseits in Vorteil, der ihm gar die Qualität und zwei Bauern einbrachte. Wir waren uns mit Pierre einig, wir knüpfen dem Klassenüberflieger als erste Mannschaft überhaupt ein Remis Zwischenstand: Bille SC II 3 : 4 SC Farmsen Und so schnell zerplatzt manchmal alle Hoffnung. Denn obwohl Björn zwischenzeitlich mit einer Mehrqualität für zwei Bauern auf Gewinn stand, war die Zeit mächtig gegen ihn. Seine Partie verlief bis zum 38ten Zug mehr oder weniger ausgeglichen. Weiß (Björn) eröffnete mit 1.e4 und bekam Sizilianisch serviert, präziser, die Paulsen-Variante. Doch er verbrauchte leider sehr viel Zeit, immerhin war sein Gegner der hohe Favorit mit knapp 250 DWZ-Punkten mehr. Kurz vor der Zeitkontrolle spielte Björn nun h4, was die Invasion der schwarzen Dame auf g4 zuließ. Schon einen Zug später, zog er dann De3, was seinen Turm d1 schutzlos der Dame auslieferte. Hier war die Partie nun eigentlich vorbei, denn Herr Abicht griff zu und doch daneben: Er nahm den Bauern h4. Sein Kommentar dazu: "Zu schnell gezogen, weil ich mit dem Turmeinsteller gar nicht gerechnet hatte und meiner Vorausberechnung folgte, die das Schlagen des Bauern h4 vorsah. Unbewusst habe ich vermutlich auch auf das hängende Plättchen geachtet." Nach dem folgenden Damentausch stand schwarz nun auf Gewinn und es war nicht zu vermuten, dass diese Partie noch eine positive Wende für uns nehmen könnte. Doch Unverhofft kommt oft und so stellte Herr Abicht in der Absicht einen zweiten Bauern zu gewinnen die Qualität ein, und stand fortan selbst auf Verlust. Doch in Zeitnot vergab Björn schnell seinen Vorteil und kämpfte nun ums nackte Überleben. Mit gerademal fünf Minuten für den Rest der Partie, Herr Abicht hatte noch über eine Stunde, konnte Björn nur noch blitzen. Obwohl die Partie dann noch lange etwa ausgeglichen verlief, konnte schwarz am Ende einen klaren Vorteil erspielen und gewann. Björn schaffte immerhin noch knapp 40 Züge in diesen fünf Minuten, doch nach dem 95ten Zug von Schwarz war der Drops gelutscht. Endstand: Bille SC II 3 : 5 SC Farmsen Leider eine Niederlage. Es hätte ein Unentschieden, gar ein Sieg herausspringen können, doch Hätte, Wäre, Wenn zählt am Ende nichts. Nun müssen wir am Dienstag (Auswärts(!!) liebe Kameraden) alles gegen Barmbek geben und unbedingt gewinnen, wenn wir die Klasse halten wollen. Trotz meiner Erkältung werde ich antreten, so dass wir nach meinem Wissen nur auf Norbert werden verzichten müssen. Hier der Abend in Kurzform:
Gruß, Marek Drucken | 11-06-2010, 23:59:00 | Schachix
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