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Bille SC V - Schachfreunde VI 4 ½ : 3 ½
Bille SC V - Schachfreunde VI   4 ½ : 3 ½ Die Gegner hatten bisher nur zwei Punkte gewinnen können und deshalb war ich von einem deutlicheren Sieg für unsere Mannschaft ausgegangen. Aber wie so oft: "Grau ist alle Theorie".

Als ich nach ca. einer Stunde mal umherschaute, sah alles recht ausgeglichen aus, bis auf die Partie an Brett 6, wo Walter als Resultat zu überhasteten Ziehens schon zwei Figuren hergegeben hatte. Um halb neun hatten wir dann den ersten Punkt gewonnen. Unser neues Mannschaftsmitglied Michael machte es besser als beim ersten Mal und ließ sich mehr Zeit zum Überlegen. Sein Sieg muß allerdings richtig eingeordnet werden, denn sein Gegner hatte nicht einmal 900 DWZ-Punkte.

Fünf Minuten später hatte Walter - was absehbar war - seine Partie verloren. Er hatte zwar eine Figur zurückgewinnen können, aber die Niederlage konnte er aber nicht mehr abwenden.

Dann verlor auch Viktor - etwas unerwartet - seine Partie. Er hatte einen Bauernangriff auf seinen Springer ignoriert und statt dessen auf dem Königsflügel einen Angriff mit der Dame gestartet. Der Springer wurde geschlagen und bei dem nachfolgenden Schlagabtausch auf dem Königsflügel hatte Viktor auch zu kurz gedacht; jedenfalls büßte er noch eine Figur ein, was ihn nach nur 13 Zügen zur Aufgabe zwang. Angeblich soll Viktors Gegner das Schachspielen erst vor eineinhalb Jahren erlernt haben. Wenn das zutrifft, ist das Niveau, auf dem dieser jetzt schon spielt, beachtlich.

Jörn konnte seine Partie in einem Endspiel mit zwei Türmen gegen einen Turm und einen Springer sicher gewinnen.

Um viertel nach neun folgten kurz hintereinander die Remis von Torsten, Reimer und mir.

Torsten spielte im Endspiel mit einem Läufer und sechs Bauern gegen einen gleichfarbigen Läufer und sieben Bauern. Da er sich sowieso mit äußerster Mühe in die Verlängerung gerettet hatte, war es klug von ihm, das Remisangebot seines Gegners anzunehmen.

Beim Remis von Reimer hatten beide Spieler noch jeweils zwei Türme und einen Springer und fünf Bauern. Dieser Spielausgang hatte vermutlich etwas von friedlicher Koexistenz an sich.

Bei meiner Partie spielten wir zum Schluß mit ungleichfarbigen Läufern und allen acht Bauern. Daß nach 33 Zügen noch kein einziger Bauer geschlagen worden ist, habe ich noch nie gehabt und natürlich war da nirgendwo ein Durchkommen.

Damit stand es 3,5 zu 3,5 Punkte und die Partie von Heiko mußte den Ausschlag geben. Heiko schlägt diese Saison ja offensichtlich jeden Gegner und so war ich zuversichtlich, daß er es auch dieses Mal packen würde, obwohl es lange Zeit sehr ausgeglichen aussah. Zuletzt entschied in einem reinen Bauernendspiel aber ein Mehrbauer, den Heiko auf dem Damenflügel hatte. Sein Gegner hätte mit König und einem Bauern die zwei vom weißen König unterstützten Bauern nicht aufhalten können. Außerdem bestand für Heiko auch noch die Möglichkeit, mit dem König auf den Königsflügel zu wechseln und die dort stehenden drei Bauern des Gegners von hinten aufzurollen und dann mit den eigenen drei Bauern nach vorn zu marschieren. Heikos Gegner erkannte das auch und gab folgerichtig auf. Damit hat Heiko nunmehr 7 Punkte aus 7 Partien; eine reife Leistung.


Die Ergebnisse:

SC Bille V        -        Schachfreunde VI                      

Doernte, Torsten      -       Stolzenwald, Frank   ½ : ½

Schröder, Heiko       -        Schmidt, Wilfried       1 : 0

Remboldt, Viktor      -        Haugwitz, Steffen      0 : 1

Hansen, Reimer       -        Ludwig, Peter          ½ : ½

Kraft, Volker             -        Prieß, Holger           ½ : ½

König, Walter           -        Kalks, Karl                0 : 1

Hannemann, Jörn    -        Bruck, Waltraut         1 : 0

Lorenz, Michael        -       Sonnefeld, Louis       1 : 0

                                                                       4 ½ : 3 ½


Volker Kraft



DruckenDrucken | 29-04-2010, 09:56:00 | Heiko

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