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SC Bille V - Bramfelder SK II 6 : 2
Schnell entschiedene Partien gab es diesmal nicht, wenn man von der Partie an Brett 8 absieht, die wegen des Nichterscheinens des Gegners kampflos an uns ging. Schade, weil ich den auf der Liste der Reservespieler stehenden Raphael gebeten hatte, für uns anzutreten und er dann doch nicht spielen konnte. Nach ca. 2 Stunden gewann Rudolf seine Partie und kurz darauf wurden 2 weitere Partien entschieden. Viktor gewann und Jörn verlor leider. Viktor hat nun vier von vier Partien gewonnen und ist eine echte Verstärkung der Mannschaft. Seine Schusseligkeit - er mußte telefonisch zum Wettkampf heranzitiert werden und kam deshalb erst kurz vor halb acht - erstreckt sich wohl nur auf Bereiche außerhalb des Schachbretts. Als nächster gewann Walter seine Partie. Da ich neben ihm saß, konnte ich mitbekommen, daß er frühzeitig die Oberhand gewonnen hatte, weil es ihm gelungen war, mit seinem Läufer die vor dem König stehende Dame aufzuspießen. Danach hätte sein Gegner eigentlich das Handtuch werfen können, was dieser aber nicht tat. Die Partie zog sich noch lange hin und im Endspiel hatte Walter mit der Dame gegen zwei Springer erhebliche Probleme, seine Materialüberlegenheit umzusetzen. Schließlich gelang es ihm, einen Bauern auf die gegnerische Grundlinie zu bringen und das war dann das erstemal, daß ich jemanden mit zwei Damen habe spielen sehen. Da war dann natürlich Schluß. Auch Heiko gewann. Im Gegensatz zur letzten Saison läßt er dieses Jahr nichts anbrennen und hat bisher - ebenso wie Viktor - alle seine Partien gewonnen. Er ist nach der DWZ aber auch der stärkste Spieler der Mannschaft. Um 22.00 Uhr gab es dann einen Aufreger. Ich hatte einmal bei Torsten aufs Brett geguckt und gesehen, daß er bei noch verbleibenden 10 Minuten Spielzeit erst 26 Züge gemacht hatte. Torsten spielt ja immer hart am (Zeit-)Limit, aber ich hatte schon Bedenken, ob er das noch hinkriegt. Es gab dann auch Diskussionen mit seinem Gegner, ob Torsten seinen 40. Zug noch vor Blättchenfall gemacht hatte oder nicht. Die Partie wurde für 8 Minuten unterbrochen und bei der Klärung der Angelegenheit stellte sich heraus, daß alles in Ordnung war. Gott sei Dank konnte sich Andreas zusammen mit dem gegnerischen Mannschaftsführer, der sein Spiel schon beendet hatte, um die Sache kümmern. Ich spielte ja noch und so eine Unterbrechung mit möglicherweise hitzigen Diskussionen wäre meiner Konzentration nicht unbedingt förderlich gewesen. Eine Viertelstunde später konnte auch ich meine Partie gewinnen. Ich spielte im Endspiel mit Dame, Turm und Läufer gegen Dame und Turm und die Partie hätte sich wegen eines vorgerückten Bauern des Gegners, den ich im Auge behalten mußte, sicher noch länger hingezogen, aber dann achtete mein Gegner nicht darauf, daß ich mit meinem Turm die Dame angreifen konnte. Da sie auf derselben Linie stand wie der König, wäre sie im nächsten Zug geschlagen worden. Mein Gegner gab deshalb auf. Anschließend konnte ich Torstens Partie beobachten und hier geschah etwas, was immer wieder mal vorkommt, aber dennoch immer wieder verblüfft. Torsten hatte sich ja gerade noch in die Verlängerung gerettet und als ich hinzukam, hatte er die Qualität (Dame und Turm gegen Dame und Läufer) und er hatte 2 Mehrbauern. An seinem Sieg bestand eigentlich kein Zweifel. Es kam aber anders. Torstens König auf a 2 wurde von der Dame auf e2 und dem Läufer auf a3 bedrängt, der vom vorgerückten Bauern auf b4 gedeckt wurde. Den Angriff hätte Torsten leicht parieren können, wenn er seine Dame von g 1 nach b 1 gezogen hätte. Damit hätte er seinen Turm auf c 2 gedeckt und alles wäre in Ordnung gewesen. Tja, wenn und hätte... Alle Umherstehenden haben den richtigen Zug D b1 gesehen, nur Torsten nicht. Er zog seine Dame woanders hin, ich weiß leider nicht mehr, auf welches Feld. Als Folge davon konnte sein Gegner mit der Dame den Turm mit Schachgebot schlagen und das war das Ende der Partie. Torsten konnte hinterher auch nicht mehr sagen, was er sich bei seinem letzten Damenzug gedacht hat. Glücklicherweise war der Ausgang dieser Partie nicht wettkampfentscheidend. Sonst wäre dieser "Blackout" etwas ärgerlich gewesen. So hat sich nur Torsten geärgert. Die Ergebnisse: Goetz, Rudolf - Schneider, Peter 1 : 0 Doernte, Torsten - Bostel, Peter 0 : 1 Schröder, Heiko - Schäfer, Werner 1 : 0 Remboldt, Viktor - Meyer, Hans-Georg 1 : 0 Kraft, Volker - Bett, Klaus-Peter 1 : 0 König, Walter - Lekat, Lothar 1 : 0 Hannemann, Jörn - Markowsky, Alexander 0 : 1 Metz, Raphael - Gross, Michael + : - 6 : 2 Volker Kraft Drucken | 03-03-2010, 21:05:00 | Heiko
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