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SVG Blankenese IV - SC Bille SC V 2 : 6
Wie schon beim Auswärtskampf gegen den HSK 26 konnten wir wieder nur mit 6 Spielern antreten, da Walter wegen Krankheit und Torsten wegen eines beruflichen Termins kurzfristig abgesagt hatten. Meine Bemühungen, noch Ersatzspieler zu finden, blieben leider ohne Erfolg. Wir fuhren deshalb mit gemischten Gefühlen zum Hemmingstedter Weg, denn beim HSK war es schiefgegangen und wir hatten wegen der kampflos abgegebenen Punkte verloren. Diesmal aber ging es gut. Viktor gewann als erster, da war es noch nicht einmal halb acht. Sein Gegner hatte einen Fehler gemacht, so daß Viktor nach 16 Zügen mit einem vierzügigen Matt die Partie beenden konnte. Als nächster gewann Heiko seine Partie, was allerdings angesichts seiner DWZ-Überlegenheit (mehr als doppelt so viel Punkte) nicht mehr als ein Pflichtsieg sein konnte. Dann siegten Reimer und anschließend Thies-Gerrit. Von diesen Partien habe ich nichts mitbekommen, außer daß Reimers Gegner diesem bescheinigte, sehr sauber gespielt und daß Thies-Gerrit meinte, auch etwas Glück gehabt zu haben.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir somit vier Punkte und das Schicksal einer Niederlage, die wir nur deshalb erleiden würden, weil wir nur mit sechs Spielern angetreten sind, konnte uns nicht mehr ereilen. Ich hatte auch Glück. Im Bemühen, den Druck auf meine beengte Verteidigungsstellung vehement zu verstärken, machte mein Gegner, der mit drei Mehrbauern deutlich im Vorteil war, einen Fehler, der ihn im 32. Zug einen Turm kostete. Nun spielte er mit einem Offizier weniger. Trotzdem dachte ich, daß er aufgrund der besseren Stellung gewinnen müßte. Dann allerdings leistete er sich einen Patzer, den er wohl lange nicht vergessen wird. Nach seinem Turmverlust konnte ich endlich einen Entlastungsangriff starten, der aber dazu führte, daß mein König auf g8 allein auf weiter Flur stand. Plötzlich zog mein Gegner im 36. Zug seine Dame von h4 nach h8+. Die Dame war aber nicht gedeckt. Von diesem Zug war ich so überrascht, daß ich im ersten Moment kaum glauben konnte, was ich sah. Mein Gegner sah es eine Sekunde später und stöhnte: "Was hab' ich denn da gemacht, was hab' ich denn da gemacht?". Er sagte mir später, daß er sich wohl eingebildet haben muß, daß er noch einen Turm auf der Grundlinie hatte, der die Dame deckt. Plötzlich war in einer verloren geglaubten Partie alles anders. Ich schlug die Dame und nach zwei weiteren Zügen gab mein Gegner einen Zug vor dem Matt Als letzter spielte Jörn. Um ihn hatte ich mir bereits seit einiger Zeit keine Sorgen gemacht, denn er hatte die Qualität und vorausgesetzt, er würde die Partie ohne groben Fehler (siehe oben) zu Ende spielen, sollte er gewinnen, was er dann auch tat. So haben wir einen deutlichen Sieg errungen, der sehr wahrscheinlich noch deutlicher ausgefallen wäre, wenn wir vollständig hätten antreten können.
Drucken | 21-02-2010, 11:31:00 | Heiko
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