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Bille SC II - SF Sasel 2½ : 5½
Gerade mal vier Tage ist es her, da ich von unserer Niederlage gegen Volksdorf berichtet habe. Heute muss ich mich leider wiederholen, auch wenn wir den Schachfreunden Sasel einen etwas zäheren Kampf geboten haben.
Trotzdem war die Niederlage sehr deutlich ausgefallen mit lediglich einem halben Zähler mehr als die Woche zuvor. Wenigstens konnten wir diesmal mit beiden Mannschaften pünktlich loslegen, lediglich Martin kam zwei Minütchen zu spät. Und da nicht viel Positives zu berichten bleibt, das Beste zuerst: Es hat den gesamten Abend hindurch kein Handy geklingelt. Alle Verluste wurden ordnungsgemäß am Brett erkämpft! :-)
Den Anfang machte hierbei erneut Waldemar. Wie die Feuerwehr legten beide Kontrahenten los und als ich nach dem fünften Zug das erste mal vom Brett aufstand, war man am Brett acht bereits bei Zug 19 und Waldemars Stellung sah da gar nicht mehr gut aus. Herr Witthöf überspielte unseren Mann aus der Eröffnung heraus, stand sehr aktiv mit seinen Figuren und eroberte Raum am Damenflügel. Als Waldemar zum Gegenangriff am Königsflügel ansetzte, schwächte er seine Stellung immens und erlaubte den Einbruch der gegnerischen Dame, welche prompt mit einem Matt im 27ten Zug hereinplatzte.
Zwischenstand: Bille SC II 0 - 1 SF Sasel
Martin spielte eine eher kurze aber unterhaltsame Partie. Mit Weiß spielte er gegen Sizilianisch und konnte früh einen Bauern gewinnen, was forciert in ein Endspiel führte, ohne den Umweg über das sonst obligatorische Mittelspiel. In der Folge gab Martin die Qualität für den Gegenwert von drei Bauern, was ihm materiell gesehen einen großen Vorsprung auf Herrn Levin gab, Allerdings hatte er einen Isolani auf der a-Linie und einen isolierten Doppelbauern in der c-Linie, was den Vorteil wieder etwas schmälerte. Die Endstellung sah nur einen leichten Vorteil für Weiß, was schliesslich doch zum Remisschluss führte, nachdem Martin zuvor zwei Angebote ausgeschlagen hat.
Zwischenstand: Bille SC II ½ - 1½ SF Sasel
Bei Ulrich lief es dagegen auch nicht sehr gut. Erneut war er nach 18 Zügen eine Qualität los und musste sich einer starken Initiative erwähren. Zudem standen seine Figuren sehr passiv hinter den eigenen Bauern, so dass er nichtmal von seinem Läuferpaar profitieren konnte. Nachdem er im Zuge eines Gegenspiels am Königsflügel die Bauern nach Vorne warf, schaffte er sich neue Schwächen und musste alsbald kapitullieren. Ein verdienter Sieg für Herrn Blumenberg.
Zwischenstand: Bille SC II ½ - 2½ SF Sasel
Bei Björn an eins habe ich auch einige Zeit gezittert. Mit Schwarz wählte er Holländisch als Verteidigung gegen 1.d4 und stand recht bald etwas gedrückt. Im Mittelspiel konnte Herr Bahr bereits die Initiative und Raumvorteil für sich verbuchen, während bei Björn um den 20ten Zug herum eine etwas sonderbare Stellung zum Vorschein kam, bei der bis auf den Lg7 alle übrigen Figuren auf der Grundreihe standen. Keine sonderlich aktive Aufstellung und mir schwante böses. Umso schöner, dass er am Ende doch noch ein Remis erreicht hat, von dem ich leider nicht mehr mitbekommen habe, wie genau es zustande kam.
Zwischenstand: Bille SC II 1 - 3 SF Sasel
Den einzigen vollen Punkt konnte leider nur der Patzer chessychess beisteuern. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich mich recht früh darauf eingestellt, dass auch ich eine Niederlage erleiden würde. Beim Übergang von der Eröffnung ins Mittelspiel stellte ich einen Bauern ein für nichts. Da mein Gegner eine solide Spielweise gezeigt hat, war ich mir sicher, dass er diesen Vorteil nun ganz akkurat bis ins tiefste Endspiel verwalten wird, bis er mich damit zur Aufgabe zwingt. Doch dank einiger passiver Züge seinerseits, konnte ich Tempi für eine Umgruppierung meiner Figuren gewinnen, was mir sogar eine kleine Initiative am Damenflügel einbrachte. Diese nutzte ich fortan, um den Druck gegen die weißen Damenflügelbauern zu steigern und konnte gar im 27ten Zug mit einem starken Springermanöver meinen Bauern zurück gewinnen. Kurz zuvor lehnte ich in beiderseitiger Zeitnot ein Rmeisangebot ab, was sich am Ende als die richtige Entscheidung entpuppte. Den obwohl uns beiden jeweils nur etwa 11 Minuten zur Zeitkontrolle blieben, war ich plötzlich im Angriff und hatte das leichtere Spiel. Herr Alba kam durch meinen Springer nun mächtig ins Schwitzen und überschritt mit seinem 35ten Zug die Zeit. Jedoch war meine Stellung zu diesem Zeitpunkt dank der verbundenen a+b-Freibauern am Damenflügel bereits gewonnen, wenn auch nicht ganz trivial.
Zwischenstand: Bille SC II 2 - 3 SF Sasel
Damit war der Anschluss wiederhergestellt und rein rechnerisch konnte man nun weiter hoffen. Mit Blick auf die anderen Bretter leider nicht mehr. Hubert stand ausgeglichen aber unter Druck, Alexander stand etwas schlechter während Pierre den Verlust noch abzuwenden hoffte.
Doch ist ihm dies nicht mehr gelungen. Als Französisch-Spieler mag er es gar nicht, wenn weiß den Abtausch-Franzosen spielt und so bekam er nicht seine Leibvarianten auf's Brett. Mit einigen ungewöhnlichen Ideen kam er etwas schlechter durch die Eröffnung und deplazierte dabei seine Dame ein wenig. Nachdem sein Remisangebot abgelehnt wurde, tauschte Pierre die Türme und spielte auf Vereinfachung der Stellung. Dies gelang ihm auch ganz gut, jedoch machte sich nun die passive Stellung seiner Dame negativ bemerkbar, indem sie nichts im Angriff tun konnte und nun sogar bei der Verteidigung fehlte. So kam es, dass Pierre im 26ten Zug per Doppelangriff einen Bauern einstellte. Nach dem folgenden Damen-, und Leichtfigurentausch, konnte Pierre den rückständigen Bauern zurück gewinnen. Leider um den Preis der Partie, denn er übersah dabei, dass beim Versuch den gegnerischen Bauern von der Umwandlung aufzuhalten, er seinen Läufer wird geben müssen. Danach kämpfte er noch ein wenig weiter, in der Hoffung alle restlichen Bauern tauschen zu können, da er mit einem Läufer alleine nicht matt gesetzt werden könne. Doch Herr Grötzbach ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Zwischenstand: Bille SC II 2 - 4 SF Sasel
Das letzte Mal als ich die Bretter von Hubert und Alexander sah, standen beide zwar gedrückt und eher schlechter, aber noch nicht auf Verlust. Da ich mittlerweile im Voraum meine Partie mit Herrn Alba kurz analysierte bekam ich nicht mehr mit, wie die letzten beiden Ergebnisse zustande kamen. Ich kann nur sagen, dass Hubert etwas weniger als einen und etwas mehr als null Punkte erreichte und Alexander etwas weniger als einen aber nicht mehr als null Punkte.
Zwischenstand: Bille SC II 2½ - 5½ SF Sasel
Damit war die zweite Niederlage in Folge amtlich. Ferner steht nun fest, dass wir mit dem Kampf um den Aufstieg nichts mehr zu tun haben werden und uns ganz auf den Klassenerhalt konzentrieren können. Dieser sollte allerdings kein großes Thema sein. In knapp vier Wochen (02.03.10), wenn wir den HSK bei uns begrüßen dürfen, werden wir wieder zuschlagen, hart und unerbittlich! ;-)
Die Tabelle:
Bezirksliga D
| Bille SC II |
|
|
|
Schachfreunde Sasel |
| Bjoern, Lewitz |
½ |
: |
½ |
Bahr, Peter |
| Golasch, Hubert |
½ |
: |
½ |
Wiebusch, Norbert |
| Heinemann, Ulrich |
0 |
: |
1 |
Blumenberg, Walter |
| Simon, Alexander |
0 |
: |
1 |
Häring, Manfred |
| Glodowski, Marek |
1 |
: |
0 |
Alba, Sven |
| Sieme, Martin |
½ |
: |
½ |
Levin, Ronald |
| Amler, Pierre |
0 |
: |
1 |
Grötzbach, Jürgen |
| Milz, Waldemar |
0 |
: |
1 |
Witthöft, Geert |
| Endstand |
2½ |
: |
5½ |
Gruß, Marek
Drucken | 09-02-2010, 23:59:00 | chessychess
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