Startseite  |    Impressum  |    Satzung  |    Mitgliedsbeitrag  |    Forum  |    Kontakt





Sie befinden sich hier:  Startseite / News / HMM Ergebnisdienst
Volksdorf II - Bille SC II 6 : 2
Volksdorf II - Bille SC II  6 : 2

Diese abgedroschene Floskel kann man ganz gut als Überschrift für unseren Auswärts-Kampf gegen Volksdorf wählen. Denn mit vier Pleiten (Niederlagen), zweimal Pech (sichere 1 wurde ½ und wg. Handy gar 0) und einer Panne (Svens klingendes Handy ausgeschaltet..) war alles vertreten, leider.



Da die Räucherkate der Volksdorfer letztes Jahr abgebrannt ist, gibt es nun eine neue Spielstätte ganz in der Nähe des U-Bahnhofs. Dennoch hatte der Schreiber dieser Zeilen einige Mühe das Lokal zu finden und wäre beinahe zu spät gekommen. Dafür sind drei andere Spieler mit 15, 25 und sogar 51 Minuten Verspätung erschienen. Leider hat einer von ihnen in einer äußerst aussichtsreichen Stellung per Handy verloren. Tragisch, aber das nennt man wohl ausgleichende Gerechtigkeit, denn zum Saison-Auftakt gegen Bergstedt klingelte es beim Gegner. Der Leidtragende war Sven, der uns am achten Brett vertrat und ohne die technische Hilfe wohl einen ganzen Punkt beigesteuert hätte.

Wenig früher hatte Waldemar bereits verloren. Ich konnte mehrere Male einen Blick auf seine Stellung werfen und war zufrireden, mit dem was ich sah, denn Waldemar hatte sich passabel entwickelt (gut, was sein Lc1 auf e1 machte, während sein Turm immer noch auf f1 stand, erschloss sich mir nicht ganz) und hatte großen Raumvorteil am Damenflügel, welche er in eine Initiative zu verwandeln suchte. Doch dann stellte er plötzlich zwei Bauern samt Qualität ein und ging mit wehenden Fahen unter.

Zwischenstand: Volksdorfer SK II  2 : 0  Bille SC

Am ersten Brett spielte Björn mit weiß gegen Sizilianisch. Sein Gegner schien sich gut auszukennen, denn er zog die ersten elf, zwölf Züge beinahe á Tempo, während Björn bereits einige Zeit inverstierte. Als ich das letzte mal auf sein Brett schaute, war weiß gerade im Begriff einen Königsangriff vorzubereiten, aber schon kurze Zeit später einigte man sich friedlich.

Zwischenstand: Volksdorfer SK II  2½ : ½  Bille SC

Bei Ulrich sah es zu diesem Zeitpunkt bereits nicht sehr gut aus. Schon mit leichten Schwierigkeiten aus der Eröffnung gekommen, stellte er im 18ten Zug die Qualität ein. Herr Schubert ließ sich darauf hin nicht mehr beirren und steuerte geradewegs ein Endspiel mit Mehrqualität an, um seinen Materialvorteil in einen Sieg zu konvertieren. Dies gelang ihm dann umso leichtrer, als Ulrich im Endspiel noch seinen Springer einstellte.

Zwischenstand: Volksdorfer SK II  3½ : ½  Bille SC

Zu diesem Zeitpunkt sah der Mannschaftskampf nicht mehr allzu rosig aus. Ich hatte eine äußerst schwierige Stellung zu verwalten und kämpfte verzweifelt um's Remis, Alexander schien zu gewinnen und auch Martin hatte die besseren Chancen, während Pierre ein ziemlich remisliches Endspiel erreichte. Selbst wenn ich es also schaffen sollte remis zu halten, was mehr als unwahrscheinlich war, müssten alle anderen Gewinnen, um den Kampf ausgeglichen zu gestalten.

Und das gelang leider nicht. Martin bekam in leicht besserer Stellung ein Remisangebot, lehnte aber zunächst ab, nur um einen Zug später selbst das Remis anzubieten. Daran ist nicht viel zu kritisieren, auch wenn ich meinen Gegner in selbiger Stellung noch eine Weile weiter getestet hätte. Das leichtere Spiel hatte Martin.

Zwischenstand: Volksdorfer SK II  4 : 1  Bille SC

Gut, der Kampf war verloren, aber der Gegner auch nicht ganz zufällig besser. Pierre sah schliesslich auch ein, dass er leider mit dem letzten Turmtausch alle möglichen Gewinnversuche aus der Stellung nahm und trennte sich unentschieden. Dabei war er Kampfeslustig aufgelegt und lehnte mit schwarz spielend im 16ten Zug ein Remisangebot aus, und das trotz ca. 200 DWZ-Punkten Nachteil zu Herrn Nabel. Die Partie verlief bis zum Ende sehr symmetrisch, was jegliche Gewinnversuche stets erschwert, aber Pierre hatte die aktivere Leichtfigur im Endspiel und konnte gefahrlos seinen Gegner testen. Doch dessen Erfahrung und Routine erlaubte nie mehr als ein Remis.

Zwischenstand: Volksdorfer SK II  4½ : 1½  Bille SC

Nun kämpften nur noch Alexander und meine Wenigkeit. Knapp hätten wir wenigstens einen ganzen Zähler für das Nichtantreten von Herrn Sevecke kassiert, der erst 51 Minuten später zur Partie erschien. Doch dann konnte auch Alexander endlich ans Brett. Mit seiner Eröffnungsbehandlung war er nicht sehr zufireden, wie er mir auf der Heimfahrt sagte. Schon früh hatte er einen Mops eingestellt. Doch gelang es ihm im Mittelspiel mit einer Kombination das Materialverhältnis wieder auszugleichen, und langsam aber sicher erreichte er ein vorteilhaftes Endspiel.

Den Zeitvorteil konnte Alexander leider gar nicht nutzen. Sein Gegenr zog dermaßen schnell, dass er nach etwa 30 Zügen nur noch knappe fünf Minuten weniger auf der Uhr hatte. Doch bei der ganzen Schnelligkeit ließ die Genauigkeit seiner Züge immer mehr zu wünschen Übrig, so dass Alexander im Endspiel erst einen und dann noch einen zweiten Bauern gewann. Seine Stellung war zu diesem Zeitpunkt gewonnen, doch leider schaffte er es nicht, dies auch zu beweisen. Mit einigem Dusel ist Herr Sevecke ins Remis entkommen.

Zwischenstand: Volksdorfer SK II  5 : 2  Bille SC

Wer zu dieser vorgeschrittener Stunde noch dar war, konnte sich nun ganz auf meine vergeblichen Versuche eine Niederlage abzuwenden, konzentrieren. Dabei begann die Partie so hoffnungsvoll für mich. Mit schwarz wählte ich die slavische Verteidigung gegen 1.d4 und kam gut durch die Eröffnung. Alle Hoffnung warf ich weg, als die Partie im 22ten Zug am kritischen Punkt angelangt ist. Ich übersah schlicht ein ganz simples Zwischenschach, das mit einem Schlag meine gesamte Stellung ruinierte. Ich dachte, mein Gegner könne nur Lf5 ziehen, worauf ich eine taktische Fortsetzung mit glattem Figurengewinn (Tausch von Turm gegen zwei Läufer) wählen wollte. Peinlicherweise ging der Lg6 nach f7 mit Schach! Da muss ich wohl wie eine Tomate rot angelaufen sein, so heiß wurde mir plötzlich.

Danach war das Spiel aus. Herr Ahlers fand dann aber nicht die stärkste Fortsetzung, was mir eine Abwicklung in ein Endspiel mit Mehrfigur, aber drei Minusbauen erlaubte. Hätte er seinen 24ten Textzug gegen 24.Le6 getauscht und erst anschliessend 25.Dxh7 gespielt, hätte ich keine fünf Züge lang mehr überlebt. So aber konnte ich noch hoffen und kämpfte verzweifelt bis zum 78ten Zug, bis ich endlich aufgab. Seit 23.Lxf7+ hatte Weiß stets die deutlich bessere Stellung und gewann mehr als verdient. 

Endstand: Volksdorfer SK II  6 : 2  Bille SC

Tja, leider wurde nichts aus meinem 5:3 und mit Sasel haben wir am Dienstag (09.02.) eine noch schwerere Aufgabe vor uns. Ein Unentschieden wäre gegen die Tabellenführer ein gutes Ergebnis. Schliesslich ist ihnen in der ersten Runde schon Volksdorf zum Opfer gefallen.

Die Tabelle:

Bezirksliga D

Volksdorfer SK II

Bille SC II
Begier, Ralf ½  : ½ Lewitz, Björn
Schubert, Ralf 1  : 0 Heinemann, Ulrich
Sevecke, Erwin ½  : ½ Simon, Alexander
Ahlers, Jürgen 1  : 0 Glodowski, Marek
Angeli, Rudolf ½  : ½ Sieme, Martin
Nabel, Jens ½  : ½ Amler, Pierre
Bull, Guenter 1  : 0 Milz, Valdemar
Brüggemann, Rolf 1  : 0 Adomeit, Sven
 Endstand 6  : 2

Gruß, Marek



DruckenDrucken | 05-02-2010, 23:59:00 | Schachix

Kommentar schreiben
Sie besitzen nicht die Berechtigung, Kommentare abzugeben.



Neue Galerien
Kieler Open
Hier sind ein paar fotos aus dem turniersaal in kiel
RAMADA-TREFF Cup 6³ (Hamburg)
2010

Neueste Downloads
Vereinsmeisterschaft 2011
Vereinsmeisterschaft 2010
Vereinsmeisterschaft 2009
Vereinsmeisterschaft 2008
Vereinsmeisterschaft 2007

Beliebteste Links
Hamburger Schachverband
Deutscher Schachbund e.V.
Hamburger Schach Jugend Bund
Chessmix
Hamburger Schachfestival